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Freies Träumen, freies Schaffen...
Wege im Raum oder Ausdruck durch Öl und Pastell...
Angewandte Kunst oder über Bücher zum Theater und Film…
Kunstweg – "Jeder von uns hat Tausende von Leben in sich" (Marina Carr)
"Bildnerische Intelligenz erwirkt Anderes als Intelligenz schlechthin. Sie ist elementarer, ebenso nah dem Geistigen, wie dem Seelischem, wie dem Vitalen. Bewusstheit und Primitivität deuten als Gemeinsames in der Anlage den Grund desjenigen an, der in bildnerischen Formen denkt, ein Künstler ist."(E. W. Nay)
Ich bin eine Träumerin und Träume erweitern meine Vorstellung von der realen Welt, wirken entgrenzend, sind die Quelle meiner Einbildungskraft. Ich betrachte aufmerksam meine Umgebung und werde der Dinge gewahr, die um mich sind. Wenn ich einen Baum berühre, meine Hand die Struktur seiner Rinde streichelt, spüre und empfange ich etwas, eine geheimnisvolle Ausstrahlung, eine Aura, die in ihm wohnt, die ihn umgibt. Der Baum ist ein Körper, ein Raum für die Zeit, seine Wurzeln bilden eine unzählige oberflächige und unterirdische Räumlichkeiten, in die ich mich begebe…
Ich schreibe gerne meine Gedanken auf, transportiere sie nach außen, male, zeichne, collagiere meine inneren Vorgänge, mache etwas außerhalb und in mir sichtbar. So als würde ich ein geheimes Licht in der Dunkelheit anzünden, bin ich selbst innerhalb des Bildes. Auf der Suche nach Erkenntnissen, inspiriert es mich von Innen nach Außen zu gehen, meinen ganz persönlichen, künstlerischen Ausdruck zu finden. Ich will nicht sein, wie ich bin. Ich will mehr sein, will mitten unter den Sternen nach dem Mond greifen.
Wege im Raum oder Ausdruck mit Öl und Pastell…
Louis Bourgeois sagte, dass man täglich dankbar sein sollte ein Künstler zu sein. Ichfühle mich wie ein Kind im Sandkasten mit meiner Kunst, baue und forme daraus meine Welt, meine Räume zusammen. Ich vermische verschiede Techniken miteinander, arbeite mit Papier und Kleister, beschäftige mich mit Farben, wie Öl oder Gouache, zeichne mit Pastell und den Ölstiften, verwende zum Malen meine Finger und verschmiere die erdverbundenen Farben, aus der Palette von Rot, Braun und Schwarztönen, miteinander. Ich sitze dabei auf dem Boden, mit meiner Sehnsucht nach der Erde und meinen Wurzeln und empfinde das malerische Zeichnen mit dicken, öligen Kreiden auch als ein körperlichen Vorgang, insbesondere wenn ich dabei großformatige Flächen bearbeite und die Bilder über mein körperliches Maß hinauswachsen. Die ganze Fläche vor mir wird reliefartig, die Struktur sichtbar erspürbar. Mit dem pastösen Auftragen, dem öligen Strich, mit Licht und Schatten schaffe ich ein dreidimensionales, räumliches Bild, noch bevor ich anfange plastisch zu werden. Ich grabe in meinem Inneren, lege mein Herz frei und bilde um es höhere Mauern, Mauern die Strukturen meiner Seele seien könnten.
Nach Gaston Bachelard bin ich in den von mir bewohnten Räumen, wie sie in mir. Wenn ich tief grabe, kann ich viel an die Oberfläche herausholen.
Ich wünsche mir nicht allein zu sein, während ich schaffe, es ist schön von jemandem oder etwas begleitet zu sein, jemand der meine Hand führt, mir ins Ohr flüstert, mich in Sicherheit wiegt, meinen künstlerischen Schaffensraum beschützt.
Angewandte Kunst oder über Bücher zum Theater und Film…
Wenn ich Texte illustriere, gebe ich ihnen einen eigenen Wirkungsraum, stelle den Wörtern Bilder entgegen, erzähle Geschichten mit zeichnerischen und malerischen Mitteln. Die Illustration, die Schrift und das gewählte Papier sind dann Ausdruck und Überbringer des Inhalts. Durch das Abstimmen der einzelnen Elemente aufeinander, kann ich die Botschaft zwischen den Wörtern wirkungsvoll herausbringen, sie unterstützen. Mich fasziniert der Gedanke dem geschriebenen Text einen Körper zu geben, mit dem er die Zeit überdauern kann.
Buchgestaltung ist eine Art angewandter Kunst, ähnlich Umsetzung eines dramatischen Textes fürs Theater oder Film. Dort, im Gegensatz zu der Situation allein am Schreibtisch oder vor der Staffelei, interessiert mich die Arbeit in einem kreativen Team, an einem gemeinsamem Werk, das von Vielen geschaffen und geformt wird.
Die Bühne, die Filmleinwand, die Fernsehröhre, sind Rahmen, innerhalb deren, alles bedeutsam wird. (Nach Martin Esslin)
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